Solarenergie · Hintergrund

Agri-Photovoltaik: Solarstrom und Landwirtschaft auf derselben Fläche

Agri-Photovoltaik: Solarstrom und Landwirtschaft auf derselben Fläche
Inhalt dieses Artikels

Wie sich landwirtschaftliche Flächen doppelt nutzen lassen, welche Vorteile Solarmodule für Pflanzen bieten und warum Agri-Photovoltaik für die Energiewende zunehmend interessant wird.

Agri-Photovoltaik verbindet zwei wichtige Aufgaben: die Erzeugung erneuerbarer Energie und die landwirtschaftliche Produktion. Während auf Feldern weiterhin Getreide, Gemüse oder Obst angebaut wird, erzeugen Solarmodule darüber oder zwischen den Pflanzen Strom. Das Konzept kann die Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft und Energiewirtschaft verringern, zusätzliche Einnahmequellen schaffen und unter geeigneten Bedingungen sogar Pflanzen vor extremen Wetterereignissen schützen.

„Kluges technisches Knowhow ist der Weg, um die Photovoltaik auszubauen, ohne der Landwirtschaft wertvolle Flächen zu entziehen.“

Cem Özdemir, damaliger Bundeslandwirtschaftsminister, im Vorwort des Fraunhofer-Leitfadens 2022.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE sieht darin einen wichtigen Ansatz für die effizientere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. In seinem im Juni 2025 veröffentlichten Leitfaden erläutert das Institut den technischen Entwicklungsstand, die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Anforderungen an die praktische Umsetzung.

Agri-Photovoltaik – auf einen Blick

  • Landwirtschaft und Solarstrom auf einer Fläche
  • Landwirtschaftliche Nutzung bleibt im Mittelpunkt
  • Zusätzliche Einnahmen für landwirtschaftliche Betriebe
  • Wetterschutz durch geeignete Solarmodule
  • Unterschiedliche Systeme für verschiedene Kulturen
  • Großes Potenzial für Deutschlands Energiewende

 

Agri-Photovoltaik: Solarstrom und Landwirtschaft auf derselben Fläche

Was ist Agri-Photovoltaik?

Agri-Photovoltaik, kurz Agri-PV, bezeichnet die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Produktion von Nahrungs- oder Futtermitteln und zur Erzeugung von Solarstrom. Anders als bei klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen bleibt die landwirtschaftliche Bewirtschaftung ein wesentlicher Bestandteil des Flächenkonzepts.

Die Grundidee ist vergleichsweise einfach: Sonnenlicht wird sowohl von Pflanzen als auch von Photovoltaikmodulen genutzt. Durch eine geeignete Anordnung der Module lässt sich die verfügbare Strahlung zwischen beiden Nutzungsformen aufteilen. Dabei kommen unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz. Bei hoch aufgeständerten Anlagen befinden sich die Solarmodule über den angebauten Pflanzen. Andere Systeme verwenden senkrecht aufgestellte oder bodennahe Module, zwischen denen Landwirtschaft betrieben wird.

Welche Konstruktion geeignet ist, hängt von den angebauten Kulturen, den eingesetzten Maschinen, dem Standort und den wirtschaftlichen Anforderungen ab. Im Obstbau können andere Lösungen sinnvoll sein als beim Getreideanbau oder auf Grünlandflächen.

Wie funktioniert die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen?

Die Besonderheit der Agri-Photovoltaik besteht darin, dass Landwirtschaft und Stromerzeugung nicht räumlich getrennt werden müssen. Statt eine Fläche ausschließlich für die Energieproduktion vorzusehen, wird ihre landwirtschaftliche Nutzung in die Planung integriert. Bei hoch aufgeständerten Anlagen können beispielsweise Pflanzen unterhalb der Module wachsen. Die Konstruktion muss ausreichend Platz für Bewirtschaftung, Pflege und Ernte bieten. Bei vertikalen Systemen stehen die Module in Reihen, sodass die Flächen dazwischen weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können.

Eine wesentliche Rolle spielt die Verteilung des Sonnenlichts. Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese, während die Photovoltaikmodule einen Teil der Strahlung zur Stromerzeugung nutzen. Je nach Kulturart kann eine teilweise Beschattung erwünscht sein oder die landwirtschaftlichen Erträge begrenzen. Deshalb ist Agri-PV kein einheitliches Anlagenmodell, sondern ein technisches Konzept, das an die jeweiligen landwirtschaftlichen Bedingungen angepasst werden muss.

Können Solarmodule die landwirtschaftlichen Erträge verbessern?

Dass Agri-Photovoltaik mehr leisten kann als die reine Flächendoppelnutzung, zeigen die Untersuchungen des Fraunhofer ISE auf dem Hofgut Heggelbach nahe dem Bodensee. Dort wurde im Rahmen des Forschungsprojekts APV-RESOLA eine landwirtschaftliche Fläche mit hoch aufgeständerten Photovoltaikmodulen ausgestattet. Unter den Modulen wurden verschiedene Ackerkulturen angebaut und deren Entwicklung mit einer herkömmlich bewirtschafteten Referenzfläche verglichen.

Im besonders heißen Sommer 2018 zeigten sich interessante Ergebnisse. Drei der vier untersuchten Kulturen erzielten unter der Agri-PV-Anlage höhere Erträge als auf der Vergleichsfläche.

Besonders bemerkenswert war auch die gesamte Flächennutzungseffizienz beim Kartoffelanbau. Sie erreichte im Versuch 186 Prozent gegenüber einer getrennten Nutzung der Flächen für Kartoffelanbau und Photovoltaik. Diese Kennzahl bedeutet ausdrücklich nicht, dass die Kartoffelernte um 86 Prozent gestiegen wäre. Vielmehr wurden die landwirtschaftlichen und energetischen Flächenerträge gemeinsam betrachtet.

Das Beispiel macht deutlich, welche Möglichkeiten eine auf Pflanzen und Standort abgestimmte Solaranlage bieten kann. Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Kulturergebnisse, dass Verschattung nicht grundsätzlich zu höheren Ernten führt.

Welche Vorteile bietet Agri-Photovoltaik für landwirtschaftliche Betriebe?

Für landwirtschaftliche Unternehmen kann Agri-PV mehrere wirtschaftliche und praktische Funktionen erfüllen. Neben dem eigentlichen landwirtschaftlichen Betrieb entsteht die Möglichkeit, Strom zu erzeugen und daraus zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Je nach Geschäftsmodell kann der Strom selbst verbraucht, vermarktet oder im Rahmen eines Vertragsmodells durch einen Projektentwickler genutzt werden. Insbesondere bei Betrieben mit einem hohen Strombedarf für Bewässerung, Kühlung oder Verarbeitung kann Eigenverbrauch interessant sein.

Hinzu kommen mögliche Schutzfunktionen der Module. Das Bundeslandwirtschaftsministerium nennt beispielsweise die Verringerung intensiver Sonneneinstrahlung, den Schutz vor Hagel und Starkregen sowie die Möglichkeit, Wasserverluste durch Beschattung zu reduzieren. Auch vertikale Anlagen können Vorteile bieten, etwa indem sie unter geeigneten Bedingungen Winderosion vermindern.

Welche dieser Effekte tatsächlich eintreten, hängt jedoch von den Standortbedingungen und der Anlagenplanung ab. Ebenso müssen Investitionskosten, laufende Bewirtschaftung und der langfristige Betrieb der Solaranlage wirtschaftlich zusammenpassen.

Welche landwirtschaftlichen Flächen eignen sich besonders?

Grundsätzlich kommen verschiedene landwirtschaftliche Nutzungen infrage. Das Fraunhofer ISE unterscheidet unter anderem zwischen Ackerbau, Gartenbau, Dauerkulturen und Grünland.

Obst- und Beerenanbau

Hier können Solarmodule neben der Energieerzeugung auch Schutzfunktionen übernehmen. Im Mittelpunkt stehen die Lichtverteilung, die Erntequalität und der Schutz vor Witterungseinflüssen.

Ackerbau

Auf größeren Ackerflächen müssen die Abstände und Höhen der Module auf die landwirtschaftlichen Maschinen abgestimmt werden. Vertikale Anlagen bieten die Möglichkeit, zwischen den Modulreihen zu wirtschaften.

Grünland und Weidewirtschaft

Auch Grünlandflächen kommen für eine kombinierte Nutzung infrage. Entscheidend ist, dass die Anforderungen der tatsächlichen landwirtschaftlichen Bewirtschaftung berücksichtigt werden. Eine zentrale Aufgabe bei der Projektentwicklung besteht darin, Landwirtschaft und Solartechnik von Anfang an gemeinsam zu planen. Eine Anlage, die den Einsatz von Maschinen erheblich behindert oder wichtige landwirtschaftliche Arbeitsabläufe erschwert, wird dem Gedanken der effizienten Doppelnutzung nur eingeschränkt gerecht.

Welche Anforderungen gelten für Agri-Photovoltaikanlagen?

Für die fachliche Einordnung und Planung in Deutschland ist die DIN SPEC 91434 von besonderer Bedeutung. Sie definiert Kriterien für Agri-Photovoltaikanlagen, bei denen die landwirtschaftliche Hauptnutzung erhalten bleiben soll. Zu den wesentlichen Anforderungen gehören ein landwirtschaftliches Nutzungskonzept, die Berücksichtigung der Bewirtschaftung und Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Je nach Anlagenkategorie darf die durch die Installation verlorene landwirtschaftlich nutzbare Fläche höchstens 10 beziehungsweise 15 Prozent der Gesamtprojektfläche betragen. Außerdem muss der landwirtschaftliche Ertrag mindestens 66 Prozent eines geeigneten Referenzertrags erreichen. Diese Mindestanforderungen bedeuten nicht, dass eine Absenkung des Ertrags auf 66 Prozent wirtschaftlich erstrebenswert wäre. Für Landwirte bleibt entscheidend, ob die Kombination aus landwirtschaftlicher Produktion und Stromerzeugung langfristig Vorteile bietet.

Die DIN SPEC ist zudem von den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen für Genehmigung und Förderung zu unterscheiden. Eine normgerechte Planung allein ersetzt weder die baurechtliche Prüfung noch die Voraussetzungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Wie wirtschaftlich ist Agri-Photovoltaik?

Die Wirtschaftlichkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören insbesondere die Kosten der Solaranlage, die landwirtschaftliche Nutzung, die Stromerlöse, der Netzanschluss und die Finanzierung. Agri-PV-Anlagen benötigen teilweise aufwendigere Tragkonstruktionen als klassische Freiflächenanlagen. Besonders hoch aufgeständerte Systeme müssen so gestaltet sein, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung weiterhin möglich bleibt. Daraus können höhere Investitionskosten entstehen.

Nach dem Fraunhofer-Leitfaden von Juni 2025 liegen die modellierten Stromgestehungskosten von Agri-Photovoltaik im Bereich von etwa 7 bis 12 Cent je Kilowattstunde. Die Werte dienen der wirtschaftlichen Orientierung und sind keine garantierten Kosten für einzelne Projekte. Der wirtschaftliche Nutzen kann aus verschiedenen Quellen entstehen: der landwirtschaftlichen Produktion, dem Eigenverbrauch oder Verkauf des Solarstroms, möglichen Pacht- und Nutzungsvereinbarungen sowie einer besseren Absicherung landwirtschaftlicher Erträge gegen bestimmte Wetterrisiken.

Dabei unterscheiden sich die Geschäftsmodelle erheblich. Manche Landwirte investieren selbst in die Solaranlage. In anderen Fällen übernehmen spezialisierte Projektentwickler Planung, Finanzierung oder Betrieb und vereinbaren die Flächennutzung mit dem landwirtschaftlichen Unternehmen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es in Deutschland?

Agri-Photovoltaik wird im deutschen Fördersystem für erneuerbare Energien unter bestimmten Voraussetzungen als besondere Solaranlage berücksichtigt. Förderfähigkeit, Vergütung und mögliche Ausschreibungspflichten hängen unter anderem von der Anlagenkonfiguration, der installierten Leistung und den jeweils geltenden Vorschriften ab.

Für landwirtschaftliche Betriebe ist außerdem die Vereinbarkeit mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wichtig. Nach den Informationen des Bundeslandwirtschaftsministeriums können bei entsprechend ausgestalteten Agri-PV-Anlagen mindestens 85 Prozent der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt und im Rahmen der GAP berücksichtigt werden. Voraussetzung ist die Einhaltung der einschlägigen Förderbedingungen.

Für Projekte, die Ende 2026 oder später umgesetzt werden sollen, ist eine sorgfältige Prüfung besonders wichtig. Nach Angaben der Bundesnetzagentur vom Oktober 2026 befindet sich eine Nachfolgeregelung für den Zeitraum nach dem 31. Dezember 2026 in der parlamentarischen Beratung. Zudem sind einzelne mit dem Solarpaket I vorgesehene Förderverbesserungen für besondere Solaranlagen mangels beihilferechtlicher Genehmigung nicht wie ursprünglich geplant in Kraft getreten. Die konkrete Förderung sollte deshalb immer anhand des für die jeweilige Anlage geltenden Rechtsstands und des geplanten Inbetriebnahmezeitpunkts beurteilt werden.

Wie groß ist das Potenzial der Agri-Photovoltaik in Deutschland?

Dass Agri-PV über einzelne Pilotprojekte hinaus Bedeutung gewinnen könnte, zeigt eine Potenzialanalyse des Fraunhofer ISE vom Juli 2025. Die Wissenschaftler untersuchten landwirtschaftliche Flächen in ganz Deutschland und bewerteten ihre Eignung anhand geografischer, technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Kriterien.

Das ermittelte Potenzial übertrifft nach Angaben des Instituts die deutschen Photovoltaik-Ausbauziele für das Jahr 2040.

Die Analyse zeigt, dass sich der Ausbau der Solarenergie nicht zwangsläufig auf Flächen beschränken muss, die anschließend ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt werden. Entscheidend ist vielmehr, welche Flächen für eine Kombination aus landwirtschaftlicher Nutzung und Photovoltaik geeignet sind. Aus dem rechnerischen Potenzial lässt sich allerdings nicht unmittelbar ableiten, wie viele Anlagen tatsächlich gebaut werden. Netzanschlüsse, Investitionsentscheidungen, Genehmigungen, landwirtschaftliche Anforderungen und die Akzeptanz vor Ort beeinflussen die praktische Umsetzung.

Agri-Photovoltaik als Zukunftsmodell für den ländlichen Raum

Für Landwirtschaft und Energiewirtschaft eröffnet die Agri-Photovoltaik eine interessante Verbindung. Landwirtschaftliche Betriebe können ihre Flächen produktiv weiter nutzen und gleichzeitig an der regionalen Energieerzeugung teilhaben. Die Technologie bietet darüber hinaus neue Aufgaben für Projektentwickler, Anlagenbauer, landwirtschaftliche Dienstleister und Unternehmen der Energietechnik.

Besonders interessant ist die Verbindung von Agri-PV mit weiteren Entwicklungen, etwa modernen Batteriespeichern, intelligentem Energiemanagement oder der direkten Nutzung von Solarstrom für landwirtschaftliche Produktionsprozesse. Solche Kombinationen können helfen, Energieerzeugung und Energiebedarf besser aufeinander abzustimmen.

Agri-Photovoltaik wird damit zu einem Bestandteil einer zunehmend dezentralen Energieversorgung. Statt Stromerzeugung und landwirtschaftliche Produktion grundsätzlich getrennt zu betrachten, können beide Bereiche gemeinsam geplant werden. Dass dies technisch möglich ist, wurde in mehreren Forschungsprojekten bereits gezeigt. Die nächsten Entwicklungsschritte betreffen vor allem die wirtschaftliche Skalierung, die Anpassung an unterschiedliche Kulturen und die Integration in bestehende landwirtschaftliche Betriebsabläufe.

Fazit: Landwirtschaft und Energiewende können voneinander profitieren

Agri-Photovoltaik zeigt, dass die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen nicht zwangsläufig auf eine einzige wirtschaftliche Aufgabe beschränkt sein muss. Unter geeigneten Bedingungen können auf derselben Fläche Lebensmittel produziert und erneuerbarer Strom erzeugt werden. Die Forschungsergebnisse des Fraunhofer ISE belegen das Potenzial dieser Technologie. Dabei geht es nicht allein um möglichst hohe Solarstromerträge, sondern um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen landwirtschaftlicher Produktion, Energieerzeugung und Flächeneffizienz.

Für landwirtschaftliche Betriebe können sich daraus zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven ergeben. Für die Energiewende entsteht eine weitere Möglichkeit, Photovoltaik auszubauen und gleichzeitig landwirtschaftliche Flächen weitgehend zu erhalten. Ob ein Projekt erfolgreich ist, entscheidet sich letztlich in der Planung: Die eingesetzte Technik muss zur Fläche, zu den angebauten Kulturen und zum wirtschaftlichen Konzept des Betriebs passen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Agri-Photovoltaik und einem normalen Solarpark?

Ein herkömmlicher Solarpark dient in erster Linie der Stromerzeugung. Bei Agri-Photovoltaik wird die Fläche gleichzeitig weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet. Die Anlagen sind so konzipiert, dass Ackerbau, Gartenbau oder andere landwirtschaftliche Nutzungen möglich bleiben.

Welche Pflanzen eignen sich für Agri-Photovoltaik?

Zu den untersuchten Kulturen zählen unter anderem Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Beeren. Welche Pflanzen besonders geeignet sind, hängt von der Lichtverteilung, dem Standort und der Bauweise der Solaranlage ab.

Wie viel Fläche geht durch Agri-PV verloren?

Nach DIN SPEC 91434 darf der Flächenverlust durch die Installation der Anlage je nach Kategorie maximal 10 beziehungsweise 15 Prozent betragen. Die übrige Fläche soll landwirtschaftlich nutzbar bleiben.

Können Solarmodule die Ernte verbessern?

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Forschungsprojekte zeigen, dass die Beschattung durch Solarmodule bei einzelnen Kulturen und Witterungsverhältnissen zu höheren Erträgen führen kann. Bei anderen Kulturen sind Mindererträge möglich.

Lohnt sich Agri-Photovoltaik für Landwirte?

Das hängt von den Investitionskosten, der landwirtschaftlichen Erzeugung, den Stromerlösen und dem gewählten Geschäftsmodell ab. Eine wirtschaftliche Bewertung muss beide Nutzungen berücksichtigen.

Wird Agri-Photovoltaik in Deutschland gefördert?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja. Maßgeblich sind insbesondere die einschlägigen Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und gegebenenfalls die landwirtschaftlichen Förderbedingungen. Die konkrete Rechtslage zum geplanten Inbetriebnahmezeitpunkt ist entscheidend.

Quellen und weiterführende Informationen

Alle nachfolgenden Quellen stammen von Forschungseinrichtungen, öffentlichen Stellen oder dem Deutschen Institut für Normung.

  1. Bundesministerium für Landwirtschaft: Agri-Photovoltaik – Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen. Veröffentlichung vom 12. Mai 2025.

  2. Fraunhofer ISE: Flächenpotenzial für Agri-Photovoltaik in Deutschland. Presseinformation vom 8. Juli 2025.

  3. Fraunhofer ISE: Agrophotovoltaik: Hohe Ernteerträge im Hitzesommer. Forschungsergebnisse vom 12. April 2019.

  4. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Fördersätze.

Quellenabruf: 9. Oktober 2026.

Rechtlicher und redaktioneller Hinweis:

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Angaben zu Förderungen, Genehmigungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können sich ändern. Eine projektspezifische rechtliche, technische oder wirtschaftliche Beratung wird dadurch nicht ersetzt.

 

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