Biomasse als Energieträger: Aus Abfall wird Strom
Bioenergie beschreibt die Energie, die aus Biomasse gewonnen wird. In Deutschland ist Biomasse als Energieträger ein Vorreiter, wenn es um die Nutzung regenerativer Energien geht. Neben der Biomasse aus land- und forstwirtschaftlichen Betriebe eignen sich auch biogene Reststoffe und Abfälle ideal als Quellen für Bioenergie.

Bioenergie: Aus Raps wird Biodiesel produziert (Foto: Olli Henze)
Biomasse gilt deutschlandweit immer mehr als vielfältiger und dadurch immer wichtiger werdendem Energieträger. Um Strom, Wärme oder Biokraftstoffe zu produzieren kann Biomasse in gasförmigem, festem oder flüssigem Aggregatszustand energetisch genutzt werden.
Zwei Drittel der gesamten Energie aus regenerativen Energiequellen sind in Deutschland im Jahr 2013 auf die verschiedenen Arten der Bioenergiegewinnung zurück zu führen. Zukünftig soll die energetische Nutzung von Biomasse in der Strom- und Wärmeerzeugung erweitert und weiterentwickelt werden.
Obwohl es sich bei der Bioenergie um erneuerbare Energien handelt, sind die technisch nutzbaren Potentiale deutschlandweit zwar vorhanden, diese sind allerdings beschränkt und meist nur sehr kostspielig zu erschließen. Sobald die Potentiale allerdings erschlossen sind, ist die energetische Nutzung von Biomasse eine günstige und umweltschonende Art Strom, Wärme oder andere Energieformen zu erzeugen.
Abgesehen von der bereitgestellten Biomasse land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, eignen sich biogene Reststoffe sowie Abfälle ebenfalls ideal als Quellen für die Bioenergie. Die hauptsächlichsten Bestandteile von Biomasse sind Holz, Bioabfälle, Gülle und Getreidestroh. Die künftig gefertigten Anlagen zur Bioenergiegewinnung sollen vor allem für Abfall- und Rohstoffe konzipiert werden.
Deutschlandweit der meist verwendete Rohstoff zur energetischen Nutzung von Biomasse ist Holz. Der regionale Holzverbrauch zur Bioenergiegewinnung ist in den letzten 20 Jahren stetig angestiegen. Neben Wald- und Gebrauchtholz gehört auch Industrieholz zu den notwendigen Holzrohstoffen.
Des Weiteren gilt neben der Forstwirtschaft auch die Landwirtschaft als bedeutender Lieferant für Biomasse. Eine sehr große Rolle spielt hierbei der Rapsanbau für die Biodieselproduktion, der Anbau von stärke- und zuckerhaltigen Pflanzen für die Bioethanolherstellung und die Bereitstellung von Substraten für die Biogaserzeugung.