Umfrage: Deutsche wollen Erneuerbare Energien
Die Bevölkerung in Deutschland möchte nicht mehr warten. 93 Prozent wollen einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energien. 68 Prozent feiern sogar Windräder in ihrer Nachbarschaft. Der Hauptgrund für unser grünes Denken ist der Klimaschutz. Aktuell besteht das deutsche Stromnetz aus 28 Prozent grüner Energie. Das ist zu wenig.

Deutschland will nachfolgenden Generationen ein schönes Erbe hinterlassen. (Foto: FarbenfroheWunderwelt)
Der Klimawandel ist nach wie vor in aller Munde. Die deutsche Bevölkerung ist sich des globalen Problems mehr als bewusst und motiviert etwas dagegen zu tun. Man findet ein nachhaltiges Denken im ganzen Land.
Durch ambitioniertes Denken und eine aufgeweckte Bevölkerung steigt der Druck auf die Politik. Wir wollen mehr erneuerbare Energien. Und wir wollen es in bald.
Laut einer Umfrage von TNS Emnid wollen ganze 93 Prozent der Befragten einen umfassenden Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie halten die Umstellung zu grüner Energie als äußerst wichtig und notwendig. Nun ist die Politik am Zug: „Die Politik sollte diese starke Unterstützung nutzen, um den Umbau der Energieversorgung weiter mutig voranzubringen“, so zitiert die Agentur für Erneuerbare Energien ihren Geschäftsführer Philipp Vorher.
Man würde auch Kompromisse eingehen. 68 Prozent der Befragten hätten nicht gegen einen Ausbau von erneuerbaren Energie im eigenen Wohnort einzuwenden. Sobald man sich der positiven Konsequenzen des Klimawandels bewusst wird, steigt die Bereitschaft sich aktiv daran zu beteiligen.
59 Prozent derer, die in ihrer Umgebung keine erneuerbaren Energien (wie zum Beispiel Windräder) haben, würden sich über ein Windrand in ihrer Nachbarschaft freuen. Sind Windräder bereits ein Teil des gewohnten Umfelds, so steigt die Zahl auf 72 Prozent. Wer also schon daran gewöhnt ist, ist offen für mehr.
Welche Vorteile bringen erneuerbare Energien?
Mit erneuerbaren Energien schafft man mehr Nachhaltigkeit. Die Befragten wollen den Planeten in einem guten Zustand verlassen. Neue Generation sollen gleiche Vorraussetzungen haben und die Schönheit der Natur weiterhin genießen können. Das beinhaltet auch den Klimaschutz.
Abgesehen davon muss für die Zukunft ausgesorgt werden. Der Ölpreis ist im Moment zwar sehr niedrig, trotzdem sind sich die Befragten der begrenzten Ressourcen durchaus bewusst. Man wolle sich nicht von dem schwarzen Gold abhängig machen. Die Welt wird immer mehr Energie benötigen; um diesen Durst zu stillen muss man auf erneuerbare Energien setzen.
Geld ist nicht das Problem
Preise für die Kilowattstunde werden höchstwahrscheinlich nicht sinken. Aber selbst wenn die Kompensation steigen sollte, sind sich die Befragten über den Wert der positiven Konsequenzen einig: es lohnt sich.
63 Prozent finden die Gebühr für die EEG-Umlage angemessen oder sogar zu niedrig. 31 Prozent sind sich mit den Kosten nicht einverstanden. Die Mehrheit ist also durchaus bereit, den Klimawandel mitzufinanzieren.
Aktuell wird in einem Haushalt in Deutschland ungefähr 84 Euro für einen Jahresverbrauch (3.500 Kilowattstunden) bezahlt. Davon gehen 18 Euro an die Förderung von erneuerbaren Energien. Die Umlage wird jedes Jahr im Oktober neu berechnet.
Deutschland macht ernst
Umfragen aus den letzten drei Jahren zeigen es deutlich: das deutsche Volk ist sich einig, wir wollen die Energiewende! Von der AEE beauftragte Analysen belegen die Motivation der deutschen Haushalte.
Im Jahr 2007 wurden die ersten Umfragen von der AEE gestartet. Damals betrug der Anteil von erneuerbaren Energien rund 14 Prozent. 2014 hat sich die Prozentzahl verdoppelt: das deutsche Stromnetz besteht nun aus 28 Prozent erneuerbarer Energien.
Logische Konsequenz: Deutsche haben genug von fossilen Brennstoffen. Lediglich 7 Prozent finden die Idee eines Kohlekraftwerks gut.