Die meisten Staaten fördern die Erneuerbaren Energien
Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien trotz Rückschlägen fast überall auf der Welt voranschreitet. Die meisten der untersuchten 175 Staaten fördern die Erneuerbaren Energien mit massiven Umverteilungsprogrammen.

Vor allem im Bereich Geothermie gibt es mitunter hohe Zölle. (Foto: THS D90)
Mehr als die Hälfte aller Staaten der Welt förderte den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Zudem hat deren Nutzung fast überall verbreitet. Im vergangenen Jahr gab es weltweit nur noch fünf Länder, die keine Erneuerbaren Energien nutzten.
Vor allem der Ausbau der Photovoltaik (PV), der Onshore- und Offshore-Windenergie, der Wasserkraft und der geothermischen Stromerzeugung verlief dynamisch, zitiert das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird laut der Studie in vielen Ländern durch staatliche Förderprogramme unterstützt. Insbesondere die afrikanischen Staaten haben in den vergangenen zwei Jahren Fördersysteme eingeführt oder sind zurzeit dabei, diese zu erarbeiten.
Andererseits schaffen einige Länder aufgrund ihrer angespannten wirtschaftlichen Lage oder wegen energiepolitischer Richtungsänderungen ihre Fördersysteme wieder ab. Zudem bestehen auf einigen Märkten noch erhebliche Barrieren, die den Marktzugang für ausländische Unternehmen erschweren und somit den Ausbau der Erneuerbaren Energien bremsen.
Die Studie untersuchte technologiespezifische Zölle. Die höchsten Zölle gibt es laut Studie bei der Geothermie, im Concentrated-Solar-Power-Bereich (CSP), sowie im Bereich der Photovoltaik (PV).
Die Studie untersuchte auch die sogenannten Local-Content-Regelungen. Diese legen fest, wie hoch der Anteil der Wertschöpfung im Inland mindestens sein muss, damit dort Auslandsengagements möglich sind. Am häufigsten findet man diese Local-Content-Regelungen im PV-Bereich.
Die Studie zur Identifikation der wichtigsten Wachstums- und Potenzialmärkte wurde vom Forschungs- und Beratungsinstitut adelphi und dem Beratungsunternehmen enviacon international erstellt. Sie wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegeben.
Die Studie untersuchte die Absatzmärkte in 175 Ländern für zwölf Technologien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Bei allen untersuchten Technologien befinden sich die meisten etablierten Märkte sowie die Wachstumsmärkte in Europa.