Holger Götze: Stabile Rendite mit Erneuerbaren Energien
Im Vergleich zu Atomkraft oder fossilen Brennstoffen sind die erneuerbaren Energien die bessere Alternative, sagt Holger Götze, Vorstandsvorsitzender der CHORUS Clean Energy AG. Doch nicht nur der Planet Erde profitiere von Windkraft und Photovoltaik, sondern auch Anleger könnten mit den regenerativen Energien gute Renditen erzielen.

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Das Thema erneuerbare Energien ist längst raus aus der „Idealisten-Ecke“, sagt Holger Götze im Interview mit SCOREDEX, Vorstandsvorsitzender der CHORUS Clean Energy AG. Seit vielen Jahren gehört es nunmehr auch in den professionellen Investmentbereich.
An der Energiewende führe kein Weg vorbei, sagt Götze, weder in Deutschland, noch in anderen Ländern. Wenn kritische Stimmen im Hinblick auf die Kosten der Energiewende zu hören sind, dann liege das zum einen an der hervorragenden Lobbyarbeit der alten Energieerzeuger und zum anderen an der Art der Fragestellung.
„Wenn Sie jemanden aus der Bevölkerung fragen, ob er ein Windrad in seinem Garten haben will, dann wird er tendenziell dagegen sein. Wenn Sie Ihn fragen, ob er mehr für seinen Strom bezahlen will, wird er auch nein sagen. Wenn Sie ihn aber fragen, wollen Sie lieber ein Atomkraftwerk in der Nachbargemeinde oder ein paar Windkrafträder, dann wird die Antwort schon ganz anders ausfallen.“
„Es herrscht, denke ich, auch ein breiter Konsens, dass das Verbrennen von fossilen Energieträgern auch keine dauerhaft gute Lösung sein kann, egal ob es heimische Braunkohle oder importierte Steinkohle ist. Und dass eine zu starke Abhängigkeit von Gaslieferungen, deren Hahn letztendlich der Herr Putin bedient, nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, liegt denke ich auch auf der Hand.“
Holger Götze sieht kaum noch technologische Risiken
Der Markt der erneuerbaren Energien habe sich inzwischen stabilisiert, sagt Götze. Heute sei für jeden erkennbar, dass Photovoltaik keine großen technologischen Risiken in sich birgt. Die Schwankungen der Sonne seien gering.
Das Gleiche gelte auch im Windbereich. Dort seien die Schwankungen zwar etwas größer, weil Wind etwas wechselhafter ist als die Sonne. Doch die technologischen Risiken habe man mittlerweile im Griff.
Dadurch dass Photovoltaik und Windkraft nicht mehr als riskant gelten, gehen dort für Anleger die Renditen runter, sagt Götze. „Denn je sicherer ein Geschäft ist, desto geringer die Renditen. Aber gerade in Zeiten von Niedrigzinsen, bleibt der Markt für Investoren interessant.“
Die CHORUS-Gruppe beschäftigt sich bereits seit 2006 mit dem Thema der regenerativen Energien. Die langjährige Erfahrung auf dem Gebiet verschaffe ihr einen entscheidenden Vorsprung vor der Konkurrenz, sagt Holger Götze.
„Wir haben heute ein großes Portfolio – weit über 200 Megawatt – unter unserem Management und sind auch ständig dabei, das noch auszuweiten. Das ist natürlich ein Erfahrungsschatz, aus dem wir schöpfen können. Ich will jetzt nicht sagen, dass uns jedes Problem, was es geben kann, schon mal untergekommen ist, aber doch zumindest viele.“
„Je mehr Erfahrungen Sie haben, desto besser können Sie sich auf die Marktgegebenheiten einstellen. Wir haben Wind und Photovoltaik und das in verschiedenen Ländern. Wir kennen die Gegebenheiten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien, Frankreich, Österreich und Finnland. Das ist ein Erfahrungsschatz, von dem sehr viele profitieren können.“
Die CHORUS-Gruppe ist neben ihren geschäftlichen Tätigkeiten auch sozialverantwortlich engagiert mit der Hilfsinitiative „Energie für die Welt“. „Es gehört sich einfach auch ein Stück weit für ein verantwortliches Unternehmen, dass es das Thema Charity und Unterstützung von Bedürftigen mit auf der Agenda hat“, sagt Holger Götze.
„Energie für die Welt“ ist eine Initiative, um durch viele kleine Projekte etwa eine Versorgung von kleinen und abgelegenen Dörfern mit kleinen Photovoltaik-Anlagen zu ermöglichen, damit diese elektrische Energie zu Verfügung haben und vom technologischen Fortschritt nicht komplett abgehängt werden.